Die Grundlagen der elektrischen Muskelstimulation auf einen Blick

Wie funktioniert ein EMS Training?

EMS liegt im Trend, aber was genau ist das eigentlich?

Viele Menschen, die fit werden möchten, setzen heute auf EMS Trainings. Sie besuchen ein spezielles EMS Studio in ihrer Stadt oder legen sich einen mobilen EMS Anzug zu. Vielleicht fragst du dich jetzt: Was ist EMS eigentlich? Was passiert während des Workouts im Körper? Und bringt das wirklich etwas? Wir klären alle deine Fragen. Und gleich vorweg: Ja, EMS wirkt! Aber das heißt nicht, dass du dich aufs Sofa legen kannst und das EMS Equipment die ganze Arbeit für dich erledigt.

Eine junge Frau dehnt sich in dem mobilen EMS Anzug von Antelope. Sie sitzt auf einer lilafarbenen Sportmatte auf einem Holzboden neben einem Haus und schaut lächelnd nach links. Ihre Haare sind braun und lockig.

Was bedeutet EMS?

EMS steht für Elektro-Muskel-Stimulation oder auch Elektro-Myo-Stimulation. „Myo“ ist Altgriechisch und bedeutet „Muskel“. Die Grundlagen der EMS sind spezielle elektrische Impulse, die mit Hilfe von Elektroden übertragen werden. Die Impulse an deine Muskeln unterstützen  die körpereigenen Prozesse und intensivieren so die Muskelkontraktionen. Das Resultat: Der Muskel wird durch die zusätzliche Stimulation effektiv beansprucht und du trainierst effizient. Dabei reichen schon kurze Einheiten von 20 Minuten pro Woche. Übrigens hilft EMS nicht nur Kraft und Ausdauer zu gewinnen und Gewicht zu reduzieren: Die Stimulation fördert die Durchblutung der Muskeln und fördert so die Regeneration nach dem Training.

Die Anfänge der elektrischen Muskelstimulation

EMS ist gar nicht so neu, wie du vielleicht denkst.

Die Ursprünge liegen schon gut 200 Jahre zurück! Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Wissenschaftler*innen neugierig, was passiert, wenn sie Muskelbereiche lokal elektrisieren. In dieser Zeit wurde die Grundlagen der späteren Elektrotherapie gebildet.  

Seit den 1950ern verwenden Sportler*innen die elektrische Muskelstimulation zur Leistungssteigerung. In den 70er-Jahren findet sie Einzug in den Leistungssport – 1974 erscheint die erste Publikation dazu. Sportwissenschaftler*innen forschen also schon seit über 50 Jahren darüber, wie EMS die Trainingserfolge verbessern kann. 2003 kommen die ersten Ganzkörper-EMS-Geräte auf den Markt. Heute kann fast jeder im Studio oder mit seinem eigenen Antelope Anzug zu Hause mit EMS trainieren.

Mit dem Launch von Antelope Evolution im Jahr 2023 haben wir die Messlatte für EMS Trainings im Sport, Zuhause, dem Kraftaufbau und der Regeneration noch einmal deutlich höher gelegt. Kompfortable High-Tech Anzüge, mit einer variablen und einfachen Bedienung die richtig Spaß macht. EMS ist jetzt für (fast) alle da und wir freuen uns auf die kommenden Entwicklungen. 

Ein Mann führt in dem mobilen EMS Anzug von Antelope eine Fitnessübung auf dem Boden durch. In pink steht "Bioelektrischer Impuls vom zentralen Nervensystem" und in türkis steht "Zusätzliche Stimulation sorgt für einen intensiveren Trainingseffekt" geschrieben. Der Mann hat braune, kurze Haare und einen braunen Bart.

Was passiert bei EMS in deinem Körper?

Das Prinzip der EMS ist ziemlich leicht erklärt - denn es imitiert ganz natürliche Prozesse deines Körpers. Immer, wenn du einen Muskel aktivierst, sendet dein Gehirn bioelektrische Impulse aus. Erst dadurch bewegt sich der Muskel. Je stärker der Muskel arbeiten muss, desto mehr Muskelfasern benötigt er dafür. Beim EMS Training wird dieser Prozess von außen ergänzt: Die Muskeln erfahren ein höheres Stimulationsniveau als bei einem Training ohne EMS.

Was bringt EMS-Training? Viel, wenn du es richtig machst!

Hilft EMS wirklich dabei, Trainingsziele zu erreichen? Verschiedene Studien beweisen, dass diese Trainingsmethode erfolgreich ist, zum Beispiel im Breiten- und Leistungssport. Der große Vorteil der EMS: Ob du HIIT machst oder laufen gehst, kletterst oder Yoga praktizierst – mit dem Antelope Anzug hast du immer ein effektives Ganzkörpertraining. Je nachdem, mit welchem Produkt du trainierst, stimulieren die Silikonelektroden in deiner Textilie Arme, Bauch, Rücken, Gesäß und die Beine bis zu den Waden gleichzeitig. Das macht dein Workout extra effizient - und dein Eigengewicht reicht völlig aus.

Interview mit Dr. Lutz Graumann über EMS

Wichtige EMS-Begriffe im Überblick

Erfahre, was die wichtigsten EMS Begriffe bedeuten

Beanspruchte Muskelgruppen

Die beim Training mit dem mobilen EMS Anzug von Antelope beanspruchten Muskelgruppen sind in einer digitalen Grafik in türkis hervorgehoben. Es werden Brust, Arme, Bauch, Oberschenkel, Gesäß, Rücken, Nacken und auch die Waden beansprucht.

Was ist Kreatinkinase und was hat sie mit EMS zu tun?

Muskeln brauchen Energie, vor allem, wenn sie stark beansprucht werden. Damit der Körper diese Energie bereitstellen kann, schüttet er das Enzym Creatinkinase aus. Dadurch erhöht sich der sogenannte CK-Wert im Blut. Wer ein missbräuchlich eine extrem intensive EMS Stimulation betreibt, riskiert, dass dieser Wert in kritische Höhen schnellt. Dadurch kann es zu einer sogenannten Rhabdomyolyse kommen. Bei dieser Diagnose zerfallen die Muskelfasern aufgrund der vorausgegangenen Schädigung und gelangen in die Blutbahn, darunter auch das große Protein Myoglobin. Wandert das Protein in die Nieren, können diese verstopfen und es droht u. a. ein Nierenversagen.


Daran erkennst du eine Rhabdomyolyse:

  • Dein Urin ist braun.
  • Deine Muskeln schmerzen stark.
  • Deine Muskeln sind extrem geschwollen.


Solltest du Anzeichen bei dir erkennen, suche bitte umgehend einen Arzt oder das nächste Krankenhaus auf und hol dir zeitnah Hilfe. Um eine Rhabdomyolyse zu bekommen musst du schon grobfahrlässig und mit vorsätzlichen Missbrauch an die Sache rangehen. Wenn du dich also an unsere über viele Jahre erprobten Trainingempfehlungen hälst, bist du auf dem richtigen Weg.

Erfahre, was du beim EMS Training beachten solltest:

Wann darf ich nicht trainieren?

Kontraindikationen

Absolute Kontraindikationen

Beim Auftreten von absoluten Kontraindikationen darf kein EMS Ganzkörpertraining durchgeführt werden.


  • Bei implantierten elektrischen Geräten (wie z.B. Herzschrittmachern).
  • Bei Vorhandensein von metallenen Implantaten.
  • Bei Insulinpumpenträgern.
  • Bei Fieber.
  • Bei bekannten oder akuten Herzrhythmusstörungen und anderen Erregungsbildungs- und Leitungsstörungen am Herzen.
  • Bei neuronalen Erkrankungen, bei Anfallsleiden (z. B. Epilepsie) und schweren Sensitivitätsstörungen.
  • Bei einer bestehenden Schwangerschaft.
  • Bei vorliegenden Krebs- oder Tumorerkrankungen.
  • Nach kürzlich vorgenommenen Operationen, insbesondere wenn verstärkte Muskelkontraktionen den Heilungsprozess stören könnten.
  • Bei gleichzeitigem Anschluss an ein Hochfrequenz-Chirurgiegerät.
  • Bei gleichzeitigem Anschluss und/oder simultaner Verwendung weiterer elektrischer Geräte, die Einfluss auf die Stromzufuhr oder die Muskulatur haben können.
  • Bei akuten oder chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts.
  • Bei akuten Muskelschmerzen, Muskelkater oder Muskelkrämpfen.
  • Bei akuten Erkrankungen, bakteriellen Infektionen und entzündlichen Prozessen.
  • Bei Diabetes mellitus Typ 1.
  • Bei Arteriosklerose und arteriellen Durchblutungsstörungen.
  • Auf akut oder chronisch erkrankter (verletzter oder entzündeter) Haut (z.B. bei schmerzhaften und schmerzlosen Entzündungen, Rötungen, Hautausschlägen (z.B. Allergien), Verbrennungen, Prellungen, Schwellungen, offenen sowie sich im Heilungsprozess befindlichen Wunden und an im Heilungsprozess befindlichen Operationsnarben).
  • Bei Stents und Bypässen, die weniger als 6 Monate aktiv sind.
  • Bei unbehandeltem Bluthochdruck, Blutungsstörung oder Blutungsneigung (Hämophilie).
  • Bei Bauchwand- und Leistenhernien.
  • Bei akutem Alkohol-, Drogen- oder Rauschmitteleinfluss.
  • Bei Personen unter 18 Jahren.

Relative Kontraindikationen

Beim Auftreten von relativen Kontraindikationen darf ein EMS Ganzkörpertraining nur nach schriftlicher ärztlicher Freigabe oder selbstständiger Erklärung erfolgen.

  • Bei akuten Rückenbeschwerden ohne Diagnosen.
  • Bei akuten Neuralgien und Bandscheibenvorfällen.
  • Bei Implantaten, die älter als 6 Monate sind.
  • Bei Erkrankungen der inneren Organe, insbesondere bei Nierenerkrankungen.
  • Bei kardiovaskulären Erkrankungen.
  • Bei Neigung zu thromboembolischen Erkrankungen.
  • Bei nicht abgeklärten chronischen Schmerzzuständen, unabhängig von der Körperregion.
  • Bei allen Sensibilitätsstörungen mit reduziertem Schmerzempfinden (wie z.B. Stoffwechselstörungen).
  • Bei mit der Stimulationsbehandlung auftretenden Beschwerden.
  • Bei beständigen Hautreizungen aufgrund von langzeitiger Stimulation an der gleichen Elektrodenstelle.
  • Bei Tendenz zu Blutungen aufgrund von Verletzungen.
  • Bei Bewegungskinetose.
  • Bei größeren Flüssigkeitsansammlungen im Körper und Ödemen.
  • Bei der Einnahme von entsprechenden Medikamenten.
  • Bei offenen Hautverletzungen, Wunden, Ekzemen und Verbrennungen.

Wir helfen dir gerne

Hast du noch Fragen oder Anregungen? Dann rufe uns unter +49 69 25786744 an - Wir sind Mo. - Fr. von 10 bis 15 Uhr für dich da. Oder schreibe uns eine Mail an info@antelope.de und wir melden uns schnellstmöglich bei dir!

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